Rückblick 7. SMART CITY LOGISTIK Kongress

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Sehr geehrte Damen und Herren,

vor nunmehr acht Jahren fand der erste SMART CITY LOGISTIK Kongress statt. Seither haben sich die menschengemachten, globalen Problemlagen nicht in Luft aufgelöst. Vielmehr zeigen uns die jüngsten Naturkatastrophen, dass aktives und zeitnahes Handeln im Sinne des Klimaschutzes das drängende Gebot der Stunde ist. 


scl kongress 042 7954 51378051505 oDas lange und ungebrochene Interesse an unserem Kongress zeigt, dass die Logistikbranche selbst die Initiative ergreift. Entsprechend dürfen Wirtschaftlichkeit und ökologischer Anspruch keinen Widerspruch mehr darstellen. Dafür ist es notwendig, neue Wege nicht als Wagnis sondern als Herausforderung anzunehmen, kooperatives Denken über kurzfristigen Eigennutz zu stellen und sich aufrichtig an der Praxistauglichkeit der entwickelten Lösungen messen zu lassen. Wir freuen uns daher, dass der diesjährige SMART CITY LOGISTIK Kongress, trotz einer coronabedingten Zitterpartie im Vorfeld, als Live-Veranstaltung stattfinden konnte und vielfältige Möglichkeiten zum Ideenaustausch ermöglichte. Wir möchten hier den Kongress dokumentieren und die diskutierten Beispiele innovativer Logistikkonzepte und Entwicklungen im Bereich der Elektromobilität näher vorstellen. In diesem Sinne: Lassen Sie sich inspirieren und werden Sie Teil der Veränderung!


Thomas Becker, 
Konsortialführer SMART CITY LOGISTIK und SMART MULTI-USE LOGISTIK 

  

6. Kongress SMART CITY LOGISTIK

Durch ein ausgeklügeltes Hygienekonzept konnten die knapp 130 Teilnehmer sich weitgehend uneingeschränkt auf dem 7. SMART CITY LOGISTIK Kongress bewegen. Sie waren gekommen, um miteinander über die Entwicklungstendenzen der City-Logistik und aktuelle Trends im Bereich der Elektromobilität ins Gespräch zu kommen. Die Vorfreude auf eine der ersten Präsenzveranstaltungen dieser Art, seit Beginn der COVID19-Pandemie, erfüllte Veranstalter und Gäste gleichermaßen.

Da war es umso passender, dass neben dem informellen Networking auch inhaltlich die Kooperation als Faktor für wirtschaftliche und nachhaltige Logistikkonzepte einen wiederkehrenden, inhaltlichen Schwerpunkt der zwei Kongresstage bildete. Weitere Schlagworte wie Diversifizierung von Fuhrparks, Elektromobilität, Digitalisierung und Standardisierung wurden ebenfalls nicht als Zukunftsmusik verhandelt, sondern als optimierbare, alltägliche Praxis. 

Seit dem Start der SMART CITY LOGISTIK Kongresse vor acht Jahren hat sich viel getan und wir sind stolz eine aktive Rolle in dieser Entwicklung gespielt zu haben. Informieren Sie sich auf diesen Seiten über den diesjährigen und die früheren Jahrgänge unseres Kongresses, unsere Forschungsprojekte sowie über die zukünftigen Pläne.

scl kongress 058 8014 51377041151 o scl kongress 037 7932 51377273958 o scl kongress 066 8061 51377777934 o scl kongress 067 8062 51377040351 o

  

Berichte aus dem Forschungsprojekt SMART MULTI-USE LOGISTIK

Der diesjährige SMART CITY LOGISTIK Kongress war gleichzeitig der offizielle „Startschuss“ für das Forschungsprojekt SMART MULTI-USE LOGISTIK (SML). Seit über einem Jahr forschen und erproben dort Wissenschaftler, IT-Architekten, Verlagslogistiker und Kurier-, Express- und Paket (KEP)-Dienstleister bereits gemeinsam, wie sich Transportwege im Paketgeschäft durch regionale und überregionale Vernetzung bündeln und effizienter gestalten lassen. Nun bot der Kongress endlich einen angemessenen Rahmen für eine erste öffentliche Präsentation des Projekts.  

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Dr. Tina Haußen, DAKO GmbHSMART MULTI-USE LOGISTIK: Projektvorstellung

Dr. Tina Haußen, DAKO GmbH

Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt SMART MULTI-USE LOGISTIK widmet sich, seit seinem Start vor einem guten Jahr, Lösungsstrategien für zwei gegensätzliche Problemlagen in den Logistikteilbranchen der KEP-Dienstleister (Kurier, Express, Paket) einerseits und der Medienlogistiker andererseits: So haben KEP-Dienstleister mit einem enormen Anstieg der Paketanzahl und einem ebenfalls ansteigenden Kostendruck zu kämpfen. Zustellfahrten, bei denen an einem Stopp nur wenige Sendungen abgegeben werden, sind daher unrentabel. Die Medienlogistiker hingegen verzeichnen durch eine sinkende Anzahl an Zeitungsabonnements zunehmend Fahrten, bei denen ihre Fahrzeuge nicht vollständig ausgelastet sind. 

scl kongress 073 8087 51377777194 oSowohl ihr regionales Know-how als auch ihre Infrastruktur werden nicht optimal ausgenutzt. Es ist das erklärte Ziel des SML-Projekts, diese Problemlagen durch eine digital gestützte Bündelung von Transportwegen und überregionalen Austausch einer nachhaltigen Lösung näher zu bringen. Die Kooperation findet dabei zwischen fünf Medienlogistikern aus dem mitteldeutschen Forschungsgebiet, einem KEP-Dienstleister für den Hauptlauf, einem Pharmalogistiker, zwei Hochschulen und DAKO, als dem Plattformentwickler für die digitale Infrastruktur, statt. Die nötigen Praxistests finden am realen Markt und unter Einbeziehung aller dafür notwendigen Prozesse und Risiken statt. Die gewonnenen Erfahrungen können direkt in die bedarfsgerechte Abstimmung der nötigen Infrastruktur übersetzt werden. So lassen sich die Hürden beim Einstieg in das sehr dynamische Paketgeschäft zukünftig deutlich herabsetzen und Widerstände beim Übergang in ein innovatives Geschäftsmodell wesentlich verringern. 

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Torsten Kniep, Mediengruppe Magdeburg

Paketzustellung in Sachsen-Anhalt
Torsten Kniep, Mediengruppe Magdeburg & Christian Voigt, MZZ Briefdienst

Nachdem bereits 2018 auf Geschäftsleitungsebene Ideen zu einem Paketaustausch zwischen den beiden o.g. Medienlogistikhäusern diskutiert wurden, gab schließlich der SCL Kongress im selben Jahr den Anstoß zu einer Vertiefung der Kooperation. Im Mai 2020 erfolgte dann der erste reale Paketaustausch zwischen Magdeburg und Halle. Seither konnte eine routinierte Datenübertragungen zu den Sendungen und ein täglicher Austauschtransport in zwei Touren realisiert werden. Die Paketzustellungen erfolgen aktuell zu 88% am Folgetag und dies hauptsächlich mit E-Fahrzeugen.


Christian Voigt, MZZ Logistik GmbHHerausforderungen, denen man sich zukünftig gemeinsam stellen möchte, sind eine Standardisierung der Preise und Paketmaße sowie eine Optimierung der zeitlichen Koordination mit dem überregionalen Hauptlauf. Auch die Skalierbarkeit der Zusammenarbeit auf Medienlogistiker jenseits der mitteldeutschen Projektregion wird bereits ins Auge gefasst. 

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Christian Schwarzer, UPS DeutschlandNachhaltige Logistik & überregionale Sendungsverteilung
Christian Schwarzer, UPS Deutschland

Gerade als weltweit agierender Logistikkonzern sieht sich UPS in der Verantwortung Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei seinen Flotten zu senken. Auch die Umstellung auf umweltfreundlichere Antriebstechniken gehört zur Nachhaltigkeitsstrategie. Für die Citylogistik bedeutet dies, dass beispielsweise vermehrt Lastenräder in Kombination mit Micro-Hubs eingesetzt werden. Die Kooperation im SML-Projekt bietet dem Unternehmen digitale Lösungsansätze zur Optimierung von Zustellprozessen.


Dafür gilt es, parallel laufende Lieferprozesse zu erkennen und miteinander zu verbinden. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Medienlogistikern, ihrem spezifischen Know-how und ihren Fahrzeugflotten, können unrentable Lieferstrecken zukünftig vermieden werden. Im innerstädtischen Bereich ist dies direkt mit einem Paradigmenwandel, weg vom LKW, hin zu emissionsfreien Transportfahrzeugen, verbunden.

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Elektromobilität: Technologie und ihr Einsatz in gewerblichen Flotten

SCL-Kongress 2021Chancen integrierter Solarmodule im Fahrzeugbau
Frank Orlicek, OPES Solutions GmbH

Der Einsatz von Solarmodulen im Fahrzeugbau ermöglicht es, die Reichweite zu erhöhen, damit Ladekosten und CO2-Emissionen zu reduzieren sowie die Lebensdauer der Akkus zu erhöhen. Häufig sind aber das Gewicht der Solarpanels und der relativ hohe Preis ausschlaggebende Gegenargumnente für deren Einsatz. Es kann daher nicht darum gehen, E-Fahrzeuge gänzlich mit Solarenergie zu betreiben, sondern etablierte Elektroantriebssysteme zu unterstützen und ihren Wirkungsgrad zu optimieren. Die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Bauarten von Solarpanels (Glas, Folie und aufgeschäumte Platten) wurden zum Abschluss des Vortrags präsentiert. 

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SCL-Kongress 2021Wie kann grüne Logistik auch profitabel werden?
Radek Janku, Battswap Ldt.

Lieferunternehmen mit elektromobiler Flotte haben durch die hohe Auslastung ihrer Fahrzeuge wenig Zeit, diese zu laden. Über die DC-Schnellladung wird das Netz entsprechend höher belastet. Eine langsamere Ladung ist zudem kostengünstiger. Durch einen routinemäßigen Austausch von Batterien könnte diese Ladezeit gewonnen werden und die Fahrzeuge dennoch rund um die Uhr für Lieferfahrten eingesetzt werden. Das größte Problem bei der Umsetzung dieser Idee in der Breite, ist, dass die entsprechenden Fahrzeughersteller standardisierte Lösungen für Akkus und deren schnellen Austausch technisch umsetzen und regulär anbieten müssten.

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SCL-Kongress 2021Ausgedieselt!
Hans-Georg Herb, elerra motiv GmbH

Der Umstieg vom Verbrennungsmotor ist möglich – auch als nachträgliche Umrüstung. Als Einzelanfertigungen für Liebhaber oder in Kleinserie können PKW, Transporter, Baumaschinen oder Busse mit einem geeigneten Elektromotor ausgestattet werden. Für Unternehmen im Transportgewerbe ist dies eine lohnende Überlegung, da der Umbau häufig kostengünstiger zu gestalten ist, als die Anschaffung eines kompletten vergleichbaren Neufahrzeugs.

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Elektromobilität auf der letzten Meile: Berichte aus der Praxis

Mit E-Flotten Geld sparen
Heinrich Coenen, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Fuhrparkmanager werden in Zukunft allein aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen elektromobile Lösungen wählen. Zur strategisch sinnvollen Gestaltung des Wechsels gilt es aber, ganzheitliche und individuelle Konzepte zu entwickeln, die auf den jeweiligen Fuhrpark und die entsprechenden personellen und infrastrukturellen Ressourcen angepasst sind. So müssen vorab die gängigsten Fahrtprofile ermittelt und Auslastungsanalysen für den parallelen Einsatz der Fahrzeuge durchgeführt werden. Auch die Ladeinfrastruktur selbst will gut geplant sein, um die Energielast optimal zu verteilen und somit weitere Kosten einzusparen. Durch eine intelligente Planung kann beispielsweise ein E-PKW bereits ab dem vierten Nutzungsjahr Kosteneinsparungen generieren.

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scl kongress 154 8448 51378045090 oFünfmal durchs Dorf – Was treibt die Verlagslogistik?
Jan Fitzner, CITIPOST Nordwest GmbH & Co. KG

Verlagslogistiker im städtischen und stadtnahen Raum müssen einerseits im Auge behalten, welche Art von Zustelleistungen für ihre spezifischen Kompetenzen die lohnendsten sind. Andererseits müssen die zeitlich unterschiedlich getakteten Zustellvorgänge über Tag und Nacht möglichst kosteneffizient verteilt werden. Eine zusätzliche Paketschiene aufzubauen, ist eine vergleichsweise große Herausforderung. Briefkastenfähige Warensendungen können dagegen einfacher in bestehede Prozesse intergiert werden. Synergien bieten sich z.B. zwischen dem Postgeschäft und den Express- und Kurierdienstleistungen sowie zwischen Tag- und Nachtboten. Bezüglich der Zustellfahrzeuge ist nicht mehr die Reichweite das Kernproblem, sondern viel mehr das Ladevolumen. Hinzu kommt, dass bei kooperativen Zustellansätzen eine Standardisierung zwischen Partnern notwendig wird. In der Zusammenarbeit mit dem KEP-Dienstleister GLS wurde dies beispielsweise durch austauschbaren Ladeboxen realisiert.

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Wir stellen zu: Vom Joghurtbecher bis zum XXL-Paket
Bernd Rademann, Nordkurier Mediengruppe GmbH & Co. KG

Die Herausforderungen an Medienlogistiker im ländlichen Bereich sind teilweise ähnlich, unterscheiden sich aber auch in wesentlichen Aspekten. Durch die geringe Bevölkerungsdichte lohnt es sich hier besonders, verschiedene Zustellstränge zu bündeln, um eine höhere Lieferstoppdichte zu erreichen. Statt Tag- und Nachtservice oder Sameday-Zustellungen ist das Alleinstellungsmerkmal im ländlichen Raum eher, einen Teil der Alltagsversorgung regelmäßig und verlässlich zu gewährleisten (so z.B. für Post, Pakete, Bargeld, Lebensmittel etc.). Sowohl mit KEP-Dienstleistern als auch mit anderen Geschäftskunden sind dafür genaue Absprachen sowie eine gemeinsame Preisfindung, eine entsprechende Infrastruktur (z.B. Kühlmöglichkeiten) und eine digitale Koordination der Prozesse notwendig.

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VISION mobility THINK TANK - Letze Meile: Professionell zustellen mit Lastenrädern

Moderation: Robert Domina, HUSS Verlag
Gäste: Martin Schmidt, Cycle Logistics CL GmbH | Thomas Herzog, Pendix GmbH | Raimund Rassilier, ecoCARRIER AG

Den Auftakt zum zweiten Kongresstag bildete ein praxisorientiertes Strategie- und Ideenforum in dem einige der bereits am Vortag angeschnittenen Themen noch einmal detaillierter diskutiert werden konnten. Den inhaltlichen Bezugspunkt bildete diesmal der Einsatz von Lastenrädern in der Citylogistik. Die kurzen Impulsvorträge zweier Experten aus dem Bereich des aktiven Zustellbetriebs mit Lastenrädern und einem Hersteller derselben leiteten die Runde ein. 

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Anschließend wurde mit dem Publikum zunächst die Zweckmäßigkeit von Follow-Me-Fahrzeugen zur Erhöhung der Transportvolumina im innerstädtischen Bereich diskutiert. Die dort zurückzulegenden Wege beinhalteten aber häufig verschiedene Hindernisse, die einen Einsatz unpraktikabel erscheinen lassen und die Beweglichkeit als Alleinstellungsmerkmal der Fahrradzustellung bisher eher behindern.

Sehr viel sinnvoller ist die Nutzung von City-Hubs als Zwischenlagerstätten. In der Debatte stellte sich aber heraus, dass es auch hier einige Hürden gibt, die im zukünftigen Alltagsgeschäft überwunden werden müssen. Vor allem die Bezahlbarkeit innerstädtischer Gewerbeflächen schlägt hier als Hemmnis zu Buche. Auch die infrastrukturelle Ausstattung der infrage kommenden Räumlichkeiten lässt häufig zu wünschen übrig (Laderampen, Brandschutz, allgemeine Zugänglichkeit). Die Unternehmen sind dabei häufig auf Eigeninitiative zurückgeworfen, da wenige Kommunen selbst aktive Schritte auf diesem Gebiet einleiten. Eine Kooperation mehrerer Zusteller kann hier nur teilweise Abhilfe schaffen.

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In Anbetracht der immer noch relativ hohen Anschaffungskosten leistungsfähiger und robuster Lastenräder wurde auch die Schulung potentieller Mitarbeiter im Plenum besprochen. Es herrschte Konsens darüber, dass eine gezielte und intensive Einweisung in die Fahrpraxis die teils enormen Wartungskosten erheblich senken kann. Generell erhofft sich die Branche, durch die erhöhte Nachfrage langfristig auch einen weiteren Rückgang der Preise für taugliche Lastenräder.

Als Fazit ließ sich schließlich festhalten, dass die Potentiale für den Lastenradtransport im Innenstadtbereich längst noch nicht ausgeschöpft sind und die Entwicklungspotentiale Grund zur Hoffnung und Anreiz für weitere innovative Konzepte geben.

 

 

 

Workshops

Workshop I: Elektrische Fahrzeuge – ein Überblick mit Erfahrungen aus erster Hand
Moderation: Marcus Pinisch, MVD Medien Dresden GmbH/Ökoflitzer

Marcus PinischDer Workshop beschäftigte sich mit all jenen Fahrzeugen, die im Rahmen des SML-Projekts einem Praxistest unterzogen wurden. Nach einer Vorstellung der unterschiedlichen Fahrzeuge konnten diese gemeinsam nach Reichweite, Ladevolumina und anderen relevanten Parametern wie Typenklassen und ihren optimalen Einsatzorten zwischen ländlichen Gebieten (geringe Zustelldichte) und Innenstadt (sehr hohe Zustelldichte) zugeordnet werden. Besonders spannend an der durchgeführten Untersuchung waren die Befragungen sowohl derjeweiligen Geschäftsführuing als auch der Fahrer der jeweiligen Fahrzeuge. Die jeweiligen Interessen und Ansprüche, die mit den Fahrzeugen verbunden waren und schließlich zu deren Bewertung geführt hatten, wurden dadurch sehr viel besser verständlich.


Allgemein kann die Studie dazu beitragen, Fuhrparks bedarfsgerechter, auf spezifische Anforderungen hin, zu planen und weiterzuentwickeln. Eine Diskussion über die suboptimale Förderlandschaft für rein e-mobile, gewerbliche Fuhrparks bot zum Abschluss noch einmal Gelegenheit zum kritischen Gedankenaustausch zwischen den Anwesenden. 

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Workshop II: 
Logistikkonzepte für die Zukunft – neue Ansätze für die Branche
Moderation: Daniel Stegmann, INNOMAN GmbH
Impulse von: Frank Schnellhardt, INNNOMAN GmbH | Klaus Hiller, Hiller & Fröhlich media solutions | Marco Puls, DAKO GmbH

Daniel Stegmann, INNOMAN GmbHDie Logistikbranche hat in ihren unterschiedlichen Geschäftsfeldern immer wieder auf neue Ansprüche der Kunden und des Marktes zu reagieren. Mancher Lösungsvorschlag, der heute noch unvorstellbar erscheint, etabliert sich dann schneller im Alltagsgeschäft als ursprünglich angenommen. Dafür steht der SCL Kongress allgemein und dieser Workshop im Besonderen. Drei solcher Zukunftsprojekte wurden vorgestellt und gemeinsam in Kleingruppen diskutiert. Im Fokus standen die Multifunktionslogistik des Lebensmittellieferdiensts „i-bring“, das innovative Logistikkonzept des Bauhaus.Mobility-Lab sowie ein Zeitungslieferdiest via Drohne und Robotik. Im Zentrum der Dikussionen stand dabei der Kooperationscharakter aller drei Projekte und die Hürden, die dabei zu überwinden sind. Auch äußere Rahmenbedingungen, wie gesetzliche Regelungen oder der Fachkräftemangel, flossen in die Problembesprechung ein.

Jenseits des Zwangs zur Entwicklung konkreter Lösungen bot der Workshop ein offenes Forum für das Formulieren von Zielvorstellungen und eine gemeinsame Ideensammlung. 

Download der Präsentation - iBring | alle Lieblingsprodukte aus deiner Region
Download der Präsentation - Wie viel Drohne bracht das Land?

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Workshop III: Stärkung der Local Heroes durch Standardisierung
Moderation: Dr. Tina Haußen, DAKO GmbH | Andreas Schumann, Bundesverband der Kurier-Express-Postdienste e.V. (BdKEP)

Was einen regional bzw. lokal aktiven Post- und Paketdienstleister zu einem „Local Hero“ macht, wurde gemeinsam im Plenum erörtert. Im Wesentlichen wurden die Alleinstellungsmerkmale eines regional erfolgreichen Zustellers, um die folgenden Größen herum gruppiert: regionales Spezialwissen und Bekanntheit, Verlässlichkeit in der Auslieferung sowie technologisch-infrastruktureller Vorsprung vor Ort. 

Mehrere dieser Local Heroes, mit ihren speziellen Kenntnissen und Fähigkeiten in einer netzwerkförmigen Zusammenarbeit zu stärken, erfordert beachtliche Anstrengungen zur Schaffung gemeinsamer Standards. Aus den bisherigen Erfahrungen im SML-Forschungsprojekt wurden einige der möglichen Konfliktpunkte bei diesen Abstimmungen präsentiert und anschließend kurz diskutiert. Beispielsweise ist die Einigung auf eine gemeinsame Paketgröße unumgänglich. Auch muss geklärt werden, welche Güter von einem kooperativ organisierten Transport ausgeschlossen sind. Für die verwendeten Paket-Label braucht es ebenfalls gemeinsame Richtlinien. Und für Retouren, multiple Zustellversuche oder die Lieferung an Paketshops müssen verbindliche Regularien und Infrastrukturen gebildet werden. Auch wenn die Diskussion diese kritischen Punkte nicht alle auflösen konnte, so bleibt zu erwarten, dass die Erfahrungen aus den Praxistests des SML-Konsortiums an vielen Stellen zu einer langfristigen Stärkung der Local Heroes und ihrer Kooperationsnetzwerke beitragen können.

Download der Workshopergebnisse

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Workshop IV: Ladehemmung? Showcase für den Aufbau von Ladeinfrastruktur
Moderation: Roland Esser, The Mobility House | Erik Benkenstein, Standortmarketing Mansfeld-Südharz GmbH

scl kongress 285 9012 51378040240 oDie E-Mobilität erfreut sich gerade im gewerblichen Sektor zunehmender Beliebtheit. Bei der Umstellung eines Fuhrparks muss die benötigte Ladeinfrastruktur vorausschauend mitegedacht und realisiert werden. Nach einem Inputreferat, welches sich mit den Grundbegriffen und –prinzipien des Ladevorgangs und den Umsetzungsmöglichkeiten beschäftigte, wurde in offener Diskussion ein fiktives Fallbeispiel debattiert. Dabei wurden Fragen zusammengetragen, die ein Unternehmen vor dem Aufbau einer spezifisch konfigurierten Ladeinfrastruktur stellen und beantworten sollte. Denn abhängig von der Anzahl der Fahrzeuge und deren Nutzungsparametern sowie vielen weiteren Faktoren können Anzahl und Leistungsfähigkeit der Ladestationen variiert werden. Dies wiederum schlägt sich direkt auf die Kosten für deren Anschaffung nieder.

Als Ergebnis des Workshops wurden dann Meilensteine auf dem Weg zur individuell zugeschnittenen Ladeinfrastruktur entsprechend ihrer zeitlichen Reihenfolge dargestellt: Beratung, Planung, Förderung, Auswahl der Ladeinfrastruktur, Einholen von Kostenvoranschlägen, Entscheidung für eine konkrete Umsetzung, Beauftragung/Vorarbeiten/Genehmigungen, Aufbau und Installation, Wartung und Betrieb.

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Download der Implementierungscheckliste

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Workshop V: Logistiknetzwerke – Erfahrungen aus der kooperativen Brieflogistik nutzen
Moderation: Christian Vollrath, FH Erfurt
Impulse von: Kerstin Nettensroth, Franz Transporte | Jan Fitzner, CITIPOST Nordwest GmbH & Co. KG

Christian Vollrath, Fachhochschule ErfurtDer Workshop widmete sich eingehender den alltäglichen Prozessen und Problemlagen in kooperativ organisierten Logistiknetzwerken. Für einen thematischen Einstieg wurde zunächst ein Netzwerk aus dem Bereich des Stückguttransportes dargestellt. Als Zieledefinition für eine solche Kooperation wurde insbesondere die Steigerung von Zeit- und Kosteneffizienz ins Feld geführt. Die dafür notwendigen Strukturen beinhalten klare Zeitfenster, Standards für Prozesse und Abläufe, Produkte und Laufzeiten. Ein digitales Monitoring all dieser Faktoren begünstigt die Zusammenarbeit wesentlich.

Ergänzt wurden diese Ausführungen durch eine Analyse möglicher Problemlagen zwischen den Partnern in Logistiknetzwerken und auch gegenüber den Endkunden. Die gemeinsame Diskussion wurde dann in Form einer SWOT-Analyse geführt. Das heißt, es wurden Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken von Netzwerklösungen zusammengetragen. Den bereits benannten Vorteilen bezüglich der Zeiteinsparung und Kostenreduktion stehen die Herausforderungen von Standardisierung bei Prozessen und Produkten, die Gewährleistung von zugesicherten Lieferzeiten sowie die Aushandlung und Überwachung eines gemeinsamen Regelwerks mit entsprechenden Sanktionsmöglichkeiten gegenüber. Unter Marktbedingungen braucht dies Zeit und einige Anstrengung von allen Beteiligten bis es sich zwischen allen Partnern einspielt. Die Stärkung der Beteiligten am Markt erweist sich aber als lohnende Motivation für die Kooperation.

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Workshop VI: Microdepots als smarter Knoten in der emissionsfreien Paketzustellung
Moderation: Torsten Kniep, Mediengruppe Magdeburg | Andreas Franke, FIApro UG (haftungsbeschränkt)

Torsten Kniep, Mediengruppe MagdeburgImmer wieder waren Microdepots während des SCL-Kongresses, als Teil der nötigen Infrastruktur für die Citylogistik, in den Diskussionen aufgetaucht. Der im Inputvortrag dargestellte Praxisbericht aus dem Verbundprojekt „Paket-KV-MD²“ widmete sich der Kombination aus Microdepots und emissionsfreien Zustellarten auf der letzten Meile. Im Versuchsgebiet, der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg, fungierten die Microdepots als smarter Knotenpunkt für die Zwischenlagerung nach dem Transport hinein in den innerstädtischen Bereich und vor der Endzustellung mit einem Lastenrad. Dieser Ansatz ermöglicht kombinierte Verkehre mit unterschiedlichen Antriebsformen und eine nahezu vollständige Reduktion der Emissionen bei der Zustellung im Innenstadtbereich. 

In der offenen Diskussion wurden zunächst Fragen der Skalierbarkeit des vorgestellten Modellprojekts auf eine größere Paketanzahl besprochen. Auch die Möglichkeit der Zusammenführung und gemeinsamen Nutzung von innerstädtischen Depotflächen sowie mobiler Depots konnten in diesem Zusammenhang thematisiert werden. Auch der Einfluss des Einsatzes der Microdepots bzw. mobilen Depots auf das Zustellpersonal wurde betrachtet. Durch die Reduzierung der Depots auf reine Lagerfläche fehle den Mitarbeitern sowohl die Möglichkeit des Kontakts zu Kollegen, als auch infrastrukturelle Optionen, wie z.B. Toiletten und Waschmöglichkeiten.

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